Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan war 2016 nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei mehrere Monate inhaftiert. Seit ihrer Freilassung 2017 lebt sie in Frankfurt im Exil. In ihrer schriftstellerischen und politischen Arbeit kämpft sie vor allem gegen politische Gewalt.
Le nouveau livre d’Asli Erdogan en librairie le 27 mai
Actes Sud publiera un recueil de textes signés par l’écrivaine turque Asli Edrogan, acquitté en février dernier.
https://www.livreshebdo.fr/article/le-nouveau-livre-dasli-erdogan-en-librairie-le-27-mai
“Requiem pour une ville perdue”: Asli Erdogan chante Istanbul
Après avoir été incarcérée en Turquie, puis libérée, Asli Erdogan disait ne plus pouvoir écrire. Heureusement elle revient enfin à l’écriture avec Requiem pour une ville perdue, où elle transfigure le désespoir et la solitude en raison d’être, d’écrire, de se souvenir.
Scrittrice turca in esilio a TPI: “Erdogan vieta Bella Ciao perché è un inno ancora vivo alla resistenza”
TPI ha raccolto la testimonianza di Asli Erdogan, scrittrice turca perseguitata dal governo che vive in esilio in Germania e che, nel suo paese, rischia l’ergastolo: “L’umorismo è l’unica cosa che il neo fascismo turco non sopporta. Vietano Bella Ciao perché era divenuta un simbolo già durante i giorni di Gezi Park”,
Das erzählte Gefängnis
2009 veröffentlichte Aslı Erdoğan ihren Roman, der auf Deutsch Das Haus aus Stein heißt, zum ersten Mal in der Türkei. Das Buch entstand im Umfeld einiger Zeitungskolumnen über die Situation der kurdischen Minderheit. Es war eine Novelle über einen „A“ genannten Mann, durch dessen Augen Erdoğan – die Journalistin und Schriftstellerin – versuchte, einen Blick auf jene Verwüstungen zu werfen, die der Gefängnisalltag in einem Menschen anrichtet; Verwüstungen, die auch die Biographie, mithin die Erzählung von A betreffen: Wir erfahren nicht viel von ihm, außer, dass er täglich vor seinem früheren Gefängnis kniet wie vor einem Schrein, dass er ein Schaufenster zerstört und später ein weiteres Mal verhaftet wird. Die eigentliche Erzählung dagegen, der Blick durch seine Augen, löst sich von den Fakten und Details einer Geschichte und gerät zum assoziativen Metaphernstrom, mit dem sich die Schriftstellerin Erdoğan zum Medium für As Leid macht. 2009 konnte Erdoğan dieses Leid nur durch die von A „geliehenen“ Augen erfassen.

